Musik-Highlight 2020 am 08.03.2020

Wir danken allen Künstlerinnen und Künstlern sehr herzlich für ihren Einsatz und dieses beeindruckende Konzert! Ein besonderer Dank geht an Jörg Dobmeier und Ole Abraham für die Zusammenstellung des Programms, die musikalische Leitung und so manche Begleitung.

Ehemalige Schülerinnen und Schüler der Musikschule Köngen/Wendlingen gestalteten einen Kammermusik- und Gesangsabend (Foto: Mosch)

Fulminantes Konzert der Extraklasse

Am vergangenen Sonntag veranstaltete der Förderverein der Musikschule Köngen/Wendlingen unter dem Motto „Musik-Highlight 2020“ einen großen Kammermusik- und Gesangsabend im Großen Saal des Treffpunkts Stadtmitte.

Das reichhaltige Programm mit Werken aus dem 17. bis 21. Jahrhundert präsentierten 13 ehemalige Schülerinnen der Musikschule, die als Preisträgerinnen des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ und zum Teil auch aus internationalen Wettbewerben hervorgingen. Alle nun hochkarätigen Solistinnen stellten sich unentgeltlich zur Verfügung, um in ihrer alten „Heimat“ Musikschule den Abend zu gestalten. Die Klavierbegleitung übernahmen der neue Musikschulleiter Ole Abraham, Felix Glang, Atsuko Kinoshita und der ehemalige Musikschulleiter Jörg Dobmeier, der auch die Gesamtleitung des Konzerts innehatte.

Als Instrumental-Solistinnen, die auch in Ensembles auftraten, fungierten Ulrike Sundy (Violine), Christine Dobmeier (Trompete), Ann-Katrin Schultze (Klavier), Jenny Kiesler (Oboe), Kathrin Haberkern (Querflöte) und Carla Schmidt (Klarinette). Hinzu gesellte sich, ob in Solo oder Duett, die stattliche Garde der Sängerinnen Sonnhild Beyer, Nina Ludwig, Pia Glang, Emely Sedlacek, Antonia Brunhorn, Sina Wagner und Amanda Lopez.

Alle machten das bunt gemischte Programm, das Kompositionen von Monteverdi (Pur ti miro), Händel (Deutsche Arien), Mozart (Cosi fan tutte), Beethoven (Frühlings-Sonate), Schubert (Der Hirt auf dem Felsen), Chopin (Mazurka), Reinecke (Sonate „Undine“), Brahms (Ungarische Tänze), Saint-Saëns (Klarinetten-Sonate), Parès (Crépuscule), de Falla (El paño moruno), Nielsen (Fantasiestücke), Chaplin (Smile), Bernstein (Somewhere), Glang (Spring) und Kayyca (Dear Brother) umspannte, zum Ohrenschmaus und zu einem musikalischen Genuss erster Güte.

Jeder der sage und schreibe zwanzig Auftritte war geprägt durch hochmusikalische Gestaltung, technische Brillanz und professionelle Präzision. Alle Akteure konnten mit ihrem packenden Vortrag das Publikum für sich einnehmen und begeistern, sodass der Abend, trotz seines großen und anspruchsvollen Programms, wie im Fluge verging.

Mit „Thank You For The Music“ (Abba) bedankten sich alle Mitwirkenden zum Abschluss des fulminanten Konzerts beim (trotz Corona!) voll besetzten Haus und bei ihrer Musikschule, mit der ihr musikalisches Leben begann.

[von Sylvia Gierlichs; Quelle: Wendlinger Zeitung, 11. März 2020]

Weitere Fotos aller Mitwirkenden sind hier zu finden. (Für eine Vollbildansicht Fotos bitte anklicken.)

Bewirtungsaktion bei der Schneekönigin

Bericht über die Hauptversammlung am 29.04.2019

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung  des Vereins der Förderer und Freunde der Musikschule Köngen/Wendlingen gab die Vorsitzende Christine Flick einen Überblick über die Schwerpunkte des letzten und kommenden Jahres. Die Vorgaben der europäischen Datenschutzgrundverordnung wurden erfolgreich umgesetzt und die Homepage ist jetzt wieder online. Sie bezieht sich hauptsächlich auf Aktuelles und wird weiter aufgebaut.

Das Solisten-und Orchesterkonzert im Juli 2018 war ein sehr schönes klassisches Konzert mit eigenen Kräften der Musikschule. Das Konzert der Stuttgarter Saloniker im April 2019 hatte ein buntes Frühlingsrepertoire und begeisterte das fast ausverkaufte Haus mit schwungvollen Melodien.

Im vergangenen Jahr konnte aus Vereinsmitteln die Musikschule mit einem neuen Klavier für den Standort Köngen beschenkt werden, außerdem wurden und werden die Fahrtkosten für die Musikfreizeit der SchülerInnen übernommen. Die BigBand der Musikschule konnte beim Kauf einer dringend notwendigen neuen Tonanlage unterstützt werden.

Der gesamte Vereinsvorstand wurde einstimmig entlastet.

Im November wird der Verein wieder bewirten beim neuen Werk aus der Feder des Musikschulleiters Jörg Dobmeier „Die Schneekönigin“ (eine Märchenoper). Und die Vorbereitungen für ein Benefizkonzert im März 2020 beginnen auch bereits.

Weitere Mitglieder sind dem Verein jederzeit willkommen.

Hinweis: im Mai werden wieder die Mitgliedsbeiträge eingezogen.

Salonikerkonzert am 07.04.2019

Wieder einmal muszierten die bekannten Stuttgarter Saloniker unter der Leitung von Patrick Siben auf Einladung des Fördervereins im Treffpunkt Stadtmitte Wendlingen.

Fotos: Mosch

Das Programm vereinte eine überwältigende Bandbreite an Kompositionen von Romantik, Oper und Operette, Walzer, Chanson und Filmmusik bis hin zu Early Jazz. Ob Edvard Griegs zartes „An den Frühling“, Mendelssohns heiteres „Frühlings-Lied“, Dvoraks „Humoreske“ mit augenzwinkernder Noblesse oder der sehnsuchtsvolle Nachklang von Carusos Stimme in Leoncavallos „Mattinata“: mit kammermusikalischer Intensität im Zusammenspiel und stilistischer Raffinesse gelang den Stuttgarter Salonikern, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Letzte Reste von Frühjahrsmüdigkeit wurden mit Schlagern aus dem Berlin der verrückten zwanziger Jahre und frechem Swing aus Amerika weggefegt. Eingerahmt wurde diese fröhliche Vielfalt von den zwei Frühlings-Walzern „Frühlingsstimmen“ des Walzerkönigs Johann Strauss jun. und „Frühlingskinder“ von Émile Waldteufel..

Durch das Programm führte auf bekannt humorvolle Art wie immer Patrick Siben. Neben launigen Anekdoten erklärte er: „Wir alle hier auf der Bühne waren einmal Schüler einer Musikschule“

Und so konnte man es in der Nürtinger/Wendlinger Zeitung lesen:

„Klänge wie ein laues Lüftchen

09.04.2019, Von Cornelia Krause

Die Stuttgarter Saloniker verbreiteten am Sonntagabend im Treffpunkt Stadtmitte Frühlingsstimmung

WENDLINGEN. In den Rahmen der Wendlinger Kulturzeit passte in diesem Jahr das Benefizkonzert des Fördervereins der Musikschule Köngen/Wendlingen. Dem Förderverein war es gelungen, für sein Frühlings-Konzert die bekannten „Stuttgarter Saloniker“ zu engagieren. Dementsprechend groß war der Andrang im Wendlinger Treffpunkt Stadtmitte am frühen Sonntagabend. Das Publikum war gekommen, um ein Konzert mit frühlingshaften Melodien und musikalischen Evergreens zu genießen.

Mit Johann Schrammls „Wien bleibt Wien“ legten die Saloniker gleich einen fulminanten Start hin. Kapellmeister Patrick Siben leitete seine Musiker vom Flügel aus an, sichtlich gut gelaunt folgte ihm das Ensemble und brachte vom ersten Akkord an fröhliche Stimmung in den voll besetzten Saal. Mit launigen Moderationen führte Patrick Siben durch das Programm. Pointiert kündigte er die Stücke an und gab dabei en passant sein riesiges Detail-Wissen der Musik „unserer Großväter und Urgroßmütter, als es noch kein Radio und Fernsehen gab“ an das Publikum weiter.

Der erste Teil des Konzerts war eine musikalische Frühlings-Reise durch das Europa des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Im beschwingten „Frühlingsstimmen Walzer“ aus der Feder des Wiener Operettenkönigs Johann Strauss trat die erste Violine mit der Piccolo-Flöte in einen musikalischen Wettstreit. „An den Frühling“, eine Komposition des Norwegers Edvard Grieg, bestach durch leise, zarte Klänge, schön gestaltet mit einem klangvollen Cello-Solo. Auch in Paris wurde das Frühjahr heiß ersehnt: „Voici que le Printemps“, wie mit Pastellfarben gemalt klingt die Musik Claude Debussys. Moderne und impressionistische Klänge wehten wie ein laues Lüftchen durch den Saal. Zum Schmachten und Träumen regte das Lied „Frühlingserwachen“ des Italieners Ruggiero Leoncavallo an. Auch bei Felix Mendelssohn Bartholdys „Frühlingslied“ überwogen die leisen Töne.

Weiter ging die musikalische Reise nach Tschechien. Eine Humoreske Anton Dvořáks wurde von den Comedian Harmonists in den Zwanzigerjahren mit einem recht einfachen Text unterlegt und so zu einem riesigen Erfolg. Die Saloniker spielten den Hit in ihrer eigenen Instrumentalfassung. Beim nächsten Lied, einem alten Schlager von Walter Kollo, sang Patrick Siben und brachte auch das Publikum zum Mitsingen. Mit dem mehrdeutigen Text: „Was eine Frau im Frühling träumt . . . eventuell . . .“ wurden die Zuhörer schmunzelnd in die Pause geschickt.

Die Saloniker als Jazz-Band

Eine völlig andere Musikfarbe prägte den zweiten Teil des Konzerts. „Stars and Stripes forever“, mit diesem Militärmarsch hat sich der Amerikaner Philip Sousa ein musikalisches Denkmal gesetzt. Ein phantastisch gespieltes Solo der Piccolo-Flöte ließ das Publikum aufhorchen. Mit einem veritablen Ragtime, einem Cakewalk von Birt Anthon, bekamen endlich die Bläser genügend Raum. Hatten sie im ersten Teil des Konzerts stets hinter den Streichern zurückstehen müssen, entwickelte sich nun ein toller Bläsersound. Bei Louis Armstrongs „Tiger Rag“ wurde die Flöte durch Saxofon ersetzt. Zusammen mit Posaune und der phänomenalen Solo-Trompete begann der Saal zu grooven und bei wunderbar swingendem, feinstem Dixieland-Jazz verwandelten sich die Saloniker in eine Jazz-Band.

Vom „Erfinder des Blues“, dem Amerikaner W. C. Handy, stammt der weltberühmte „St. Louis Blues“. Hier bewiesen die Stuttgarter Saloniker, dass auch mit ganz traditionellen Instrumenten wunderbar improvisiert werden kann, ein bluesiges Solo der Zweiten Violine soll hier besonders hervorgehoben werden. Den großen Bogen zurück zum Frühling und zur Salonmusik schaffte Patrick Siben zum Schluss des Konzerts mit dem „Frühlingskinder Walzer“ des Elsässer Komponisten Emile Waldteufel. Hier gab es noch einmal für alle Instrumentalisten Gelegenheit, musikalisch zu brillieren.

Patrick Siben betonte noch einmal, wie gerne die Stuttgarter Saloniker die Musikschule Köngen/Wendlingen unterstützten, seien sie doch früher auch allesamt Musikschüler gewesen. Wer als Kind Musik nicht nur konsumiere, sondern selber Musik machen dürfe, bekomme damit einen unendlichen Schatz für sein späteres Leben. Das Publikum ließ die Saloniker nicht ohne Zugabe ziehen, erst nach Gerhard Winklers „Frühling in der Toscana“ durften sie die Bühne endgültig verlassen.“